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Der deutsche Film „Vom Atmen unter Wasser“ von Regisseur Winfried Oelsner ist der Gewinner des Publikumspreises beim 35. Internationalen Filmwochenende Würzburg. Der aufwühlende Film um eine Familie, die nach dem Mord an ihrer jüngsten Tochter zu zerbrechen droht, überzeugte das Würzburger Filmpublikum am meisten unter den rund 45 Spielfilmen im Programm. Denn auf dem Filmwochenende entscheidet keine Jury über die Preisträger, sondern allein die Besucher. Das Preisgeld beträgt 2.5oo Euro, die die VR-Bank zur Verfügung stellt. Den zweiten Preis belegte der finnische Film „Tummien perhosten koti“, den dritten Platz teilen sich der Eröffnungsfilm „Der Freund“ und der österreichische Oscar-Kandidat „Revanche“. In der Kategorie Dokumentarfilme wählte das Würzburger Publikum den Film „Herzausreißer“ auf den ersten Platz. Die Dokumentation über zeitgenössische Interpreten des Wienerliedes stammt von Regisseurin Karin Berger. Sie kann sich über 1.500 Euro Preisgeld von der Brauerei Distelhäuser freuen. Auf den Plätzen folgen „Casa mia“ von Debora Scaperrotta und „Dear Zachary“ von Kurt Kuenne. Den Preis für den besten Kinderfilm holte sich „Dornröschen“ von Arend Agthe. Das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro stellt die Sparkasse Mainfranken Würzburg zur Verfügung. Der erste Preis im Kurzfilmwettbewerb (750 Euro vom Weingut Burrlein) ging an den Streifen „Über Wasser gehen“ von Ralf Beyerle. Auf den Plätzen folgen „Arret Demande“ von Thomas Perrier und „Porque hay cosas que nunca se olvidan“ von Lucas Figueroa. Aus den Filmen der „Langen Nacht der Selbstgedrehten“ wählte das Publikum „Ja, Schatz“ auf den ersten Platz. Der junge Filmemacher Florian Rasche vom Wirsberg-Gymnasium Würzburg kann sich über 150 Euro Preisgeld vom Bezirk Unterfranken freuen. Insgesamt besuchten an den vier Festivaltagen knapp 13.000 Besucher die Vorstellungen. „Wir freuen uns über den anhaltenden großen Zuspruch unseres Publikums, und so steht auch einem 36. Internationalen Filmwochenende Würzburg nichts im Wege“, erklärte Hannes Tietze, 1. Vorstand der Filminitiative Würzburg. Besonders erfolgreich waren in diesem Jahr die Sonderveranstaltungen. So wollten allein 400 Leute die Trashfilmnacht sehen, die erstmals in der Sporthalle am Jugendkulturhaus Cairo stattfand. Damit war der neue Veranstaltungsort schon bei der Premiere nahezu ausgebucht. Die Premiere von „Die Stadt ist unser Kino“ fand leider am Abend mit dem schlechtesten Wetter während des gesamten Festivals statt – trotzdem ließen es sich rund 200 Filmfans nicht nehmen, auf einem Stadtrundgang die auf Häuserwände projizierten Kurzfilme anzusehen. |